Seminarbericht 2011

Kontinuierlicher Aufstieg


Die Führungsriege des VFT mit einigen der Referenten von li. nach re.: Hugo Philipp (1. Vorsitzender VFT), Dr. Anette Ritter-Höll (Ritter Natursteinberatung), Thomas Schack (2. Vorsitzender VFT), Dirk Risse (Schriftführer VFT), Andreas Weber (Schatzmeister VFT), RA Dr. Rainer Koch, Ulrich Sieberath (ift Rosenheim), Prof. Dr. Franz Feldmeier (FH Rosenheim).

Die Führungsriege des VFT mit einigen der Referenten von li. nach re.:
Hugo Philipp (1. Vorsitzender VFT), Dr. Anette Ritter-Höll (Ritter Natursteinberatung), Thomas Schack (2. Vorsitzender VFT), Dirk Risse (Schriftführer VFT), Andreas Weber (Schatzmeister VFT), RA Dr. Rainer Koch, Ulrich Sieberath (ift Rosenheim), Prof. Dr. Franz Feldmeier (FH Rosenheim).


Am 17. und 18. November fand das VFT Seminar in Kassel statt. Neben fachlich interessanten Vorträgen zum Thema Bauen im Bestand konnte die Mannschaft um den 1. VFT-Vorsitzenden Hugo Philipp erneut eine Steigerung der Besucherzahlen für sich verbuchen.


Mit dem diesjährigen Seminar zum Thema "Bauen im Bestand/Sanierungen an der Gebäudehülle – Fassade" schloss der Verband den Themenkomplex aus dem vorherigen Jahr ab. Über 160 Teilnehmer zuzüglich einer ebenfalls gestiegenen Anzahl an ausstellenden Firmen waren ein überzeugender Beleg dafür, dass das Thema derzeit hohe Aktualität in der Branche hat. Der kontinuierliche Anstieg der Besucherzahlen – etwa 30 Teilnehmer mehr als im Vorjahr – belegt aber auch, dass die Anstrengungen des VFT, eine kontinuierliche, an den Bedürfnissen der Fassadenplaner ausgerichtete Seminarqualität von Teilnehmern und Branche honoriert wird.


Tagung mit Delegationen


Gerade letzteres drückte sich anlässlich der aktuellen Herbsttagung auch in der Anwesenheit verschiedener wichtiger Verbandsvertreter aus. Der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF), Berlin, war neben dem "Fassaden-Urgestein" Gert Moegenburg auch mit dem neuen Geschäftsleiter des FVHF, Ronald Winterfeld vertreten.
Darüber hinaus informierte sich Günter Seibold, Vorstandsmitglied des FVHF und Leiter der Anwendungstechnik bei der fischer Deutschland Vertriebs GmbH, Waldachtal, bei diesem Branchentreff. Gert Moegenburg, der über viele Jahre den FVHF beim VFT vertreten hat, wurde in diesem Jahr offiziell verabschiedet. Karsten Zimmer, Geschäftsführer Technik beim Bundesverband Metall (BVM), Essen, hatte extra eine BVM-Veranstaltung in Hamburg vorzeitig verlassen, um in Kassel Kontakt mit Hugo Philipp und der Branche aufzunehmen. Der BVM vertritt unter anderem die deutschen Metallbauer, die als ausführende Unternehmen Kooperationspartner der Fassadenplaner sind. Schließlich war auch der Verband Unabhängige Berater für Fassadentechnik (UBF), Unterschleißheim, erschienen. Hans-H. Zimmermann, Mülheim, und Prof. Michael Lange, Hannover, folgten dem Geschehen an den zwei Seminartagen.


"Die Gebäudehülle und die Energiewende"


Die Verbandsführung mit Hugo Philipp (1. Vorsitzender), Thomas Schack (2. Vorsitzender), Andreas Weber (Schatzmeister) und Dirk Risse (Schriftführer) können sich also als Erfolg auf die Fahnen schreiben, das VFT-Seminar weiter nach vorn gebracht zu haben. Auch für die kommende Veranstaltung steht der Fokus schon fest. Das Thema "Die Gebäudehülle und die Energiewende" soll am 22. und 23. November 2012 die Branche nach Kassel bringen.
Schon in diesem Jahr referierte Ulrich Sieberath, Leiter des ift Rosenheim zu den Auswirkungen der gesellschaftlichen Megatrends für die Gebäudehülle. Seine Diagnose, dass die politisch beschlossene Energiewende eine historische Chance für Bauprodukte und Dienstleistungen rund um die Fassade darstellt, belegte er detailliert an den Vorgaben für die kommenden Jahre. Mit Energieeinsparung und –produktion ist die Gebäudehülle gleich mit zwei entscheidenden Aufgaben an der Energiewende in der Pflicht, so seine Zusammenfassung.


Der Mix macht's


Blitzschutz (Dr. Franz Pigler), Oberflächentechnik (Hans Pfeifer), Natursteinfassaden (Dr. Anette Ritter-Höll) und Anforderungen an Feuverzinkungen (Dietmar Hildebrandt) waren die Highlights in diesem Jahr – zumindest dann, wenn man die Lebhaftigkeit der anschließenden Diskussion mit den Referenten als Gradmesser zugrunde legt. Aber auch der nach 2010 nun zweite Teil des Bauphysik-Vortrags von Prof. Dr. Frank U. Vogdt, von der TU Berlin lieferte die Einordnung technischer Anforderungen an die Gebäudehülle in die größeren Zusammenhänge der gesellschaftlichen und politischen Willensbildung.
Hendrik Pahlsmeyer vom Systemhaus Schüco International schließlich stellte mit der so genannten Modernisierungsfassade die neue Hybridversion zwischen vorgehängter hinterlüfteter und Elementfassade in den Zusammenhang von Sanierungen im laufenden Betrieb. Die neue Schüco-Entwicklung hatte bereits auf der BAU für Aufmerksamkeit in der Branche gesorgt.
Die begleitende Fachausstellung verschiedenster Bauteilehersteller sorgte auch in den Pausen dafür, dass die Teilnehmer am Ende der beiden Seminartage mit dem guten Gefühl nach hause fahren konnten, in Sachen Gebäudehülle das neuste Update erfahren zu haben.


Martin Jung

Seminarbericht 2011 zum Download


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Seminarbericht 2010

Guter Dinge in Sachen Zukunft


Vorstand mit Referenten: Dr.-Ing. Harald Schulz, Thomas Schack, Dirk Risse, Hugo Philipp, Prof. Dr. Frank U. Vogdt, Andreas Weber

Vorstand mit Referenten (v.l.n.r.):
Dr.-Ing. Harald Schulz, Thomas Schack, Dirk Risse, Hugo Philipp, Prof. Dr. Frank U. Vogdt, Andreas Weber


Am 18. und 19. November fand das VFT-Seminar in Kassel statt. Neben fachlich interessanten Vorträgen ergab sich durch die erfolgreiche Veranstaltung so nebenbei auch ein Stimmungsbild. Ergebnis: Die Branche ist ganz guter Dinge in Sachen Zukunft und der Verband hat sich durch die neue Führungsmannschaft (fast) neu erfunden.


Mit dem diesjährigen Seminar zum "Bauen im Bestand/Sanierungen an der Gebäudehülle", das im kommenden Jahr mit einem zweiten Teil weitergeführt werden soll, hatte sich der Verband für ein offenbar zugkräftiges Thema entscheiden. Über 120 Planer, Vertreter befreundeter Verbände und öffentlicher Institutionen, wichtige Bauteilehersteller und Bauunternehmungen hatten sich zu der zweitägigen Veranstaltung in Kassel eingefunden. Damit konnte das Herbstseminar des VFT in diesem Jahr ganz besonders nachdrücklich unter Beweis stellen, dass es neben der fachlichen Information zu einem Come together und damit auch zu einem Pflichttermin für die Branche geworden ist.


Vorbildliche Suchmöglichkeiten


Die neue Verbandsführung mit Hugo Philipp (1. Vorsitzender), Thomas Schack (2. Vorsitzender), Andreas Weber (Schatzmeister) und Dirk Risse (Schriftführer) hat sich zielstrebig daran gemacht, einige "Verbandsbaustellen" erfolgreich abzuschließen. Bauen im Bestand war so gesehen auch eine verbandsinterne Aufgabenstellung.
So wurde beispielsweise die Geschäftsstelle als Schaltzentrale des Verbandes personell neu besetzt. Mit Carmen Christmann-Kaiser ist die Professionalität eingekehrt, die Mitglieder und Branche mit erfolgreicher Verbandsarbeit assoziieren.
Die Homepage des Verbandes wurde unter anderem beim Mitgliederverzeichnis aktualisiert. Dieses bietet nun vorbildliche Suchfunktionen – sowohl hinsichtlich der technischen Kompetenzen der Mitgliedbüros, hinsichtlich der regionalen Verteilung durch eine interaktive Deutschlandkarte, wie auch hinsichtlich gutachterlicher Tätigkeiten und Bürogröße.
Für alle diejenigen, die im Bereich Metallbau/Fassadentechnik auf der Suche nach Fachplanungskompetenz sind, sollte www.v-f-t.de/Mitglieder die erste Anlaufstelle sein.
Auch die Zusammenarbeit mit dem zweiten deutschen Fachplanerverband dem Verband Unabhängige Berater für Fassadentechnik soll dort, wo sich Kooperationen anbieten, ausgebaut werden.


Steigende Mitgliederzahlen


Das Engagement und die Umstrukturierungsmaßnahmen des neuen Vorstands schlagen sich auch bei den Mitgliederzahlen nieder. Sowohl Fachplaner selbst, wie auch fördernde Mitglieder aus dem Bereich der Bauteilehersteller hat der Verband in den letzten Monaten gewinnen können. Und auch das Seminar war so gut besucht, wie lange nicht mehr.
Mit Dr.-Ing. Pieter Janßen (1. Tag) und Dr.-Ing. Harald Schulz (2. Tag) hatte Hugo Philipp die dramaturgischen Schwerpunkte gut über die Veranstaltung verteilt. Pieter Janßen zeigte gewohnt praxistauglich auf, was es aus der Sicht eines Tragwerksplaners eigentlich bedeutet, im Bestand zu bauen. Alte Materialien, unbekannte Festigkeiten, geänderte Lastansätze und aktualisierte Bemessungsnormen haben Planer in solchen Fällen ebenso zu berücksichtigen wie die Änderungen am statischen System und die Spezifizierung der neuen, gegebenenfalls zusätzlichen Lasten.
Harald Schulz widmete seinen Vortrag ganz Stand und Anforderungen der Regelwerke beim Wärmeschutz. Zukünftige Entwicklungen wurden dabei ebenso gewichtet wie der Stand der Dinge bei passivhaustauglichen Pfosten-Riegel-Fassaden. Dass mit 2012, 2015 und 2020 schon die nächsten Energieeinsparverordnungen vom Gesetzgeber angekündigt sind, macht deutlich, dass hier die Entwicklung noch nicht zu Ende ist.
Auch die weiteren Vorträge zu anderen technischen und baurechtlichen Themen sorgten für Diskussionen mit fachkundigem Publikum. Die gelungene Veranstaltung wird im nächsten Jahr wieder am 17. und 18. November stattfinden.


Quelle: www.fassadentechnik.de

Seminarbericht 2010 zum Download


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